Wolborgia – Eine Schule wird zur Stadt

Wolborgia – Im Zeitraum vom 29. Januar bis zum 2. Februar 2019 wurde Itzehoe um einen weiteren Stadtteil bereichert. In den Räumen der Wolfgang Borchert Schule wuchs eine neue Stadt heran. Monate zuvor wurde zwischen den Aufsichtsräten, die zuvor als Lehrer an der Schule tätig waren und den Betriebsleitern, die bisher die 9. bzw.10. Klassen der Gemeinschaftsschule besuchten, überlegt, welche Betriebe es in der Stadt geben müsse und wie diese aufgebaut werden sollten. Ein wagemutiges Experiment startete, das zu einem vollen Erfolg wurde.

In Wolborgia gab es alles, was eine Stadt brauchte. Unter den insgesamt 33 Betrieben gab es verschiedene Bars und Cafés, ein Kino und ein Casino, Beauty- und Fitnessstudios sowie zahlreiche kleine Kreativwerkstätten. Sogar ein Kurztrip nach London, um seine Englischkenntnisse aufzufrischen, war möglich. Selbstverständlich verfügte Wolborgia auch über eine eigene Polizeistation, eine Post, eine Bank sowie eine Müllabfuhr. Tägliche Nachrichten wurden über den Wolborgia-Radiosender und die Zeitung „Wild“ verbreitet.

Jeden Tag zahlte die Bank den Lehrlingen (Klasse 5-7), den Angestellten (Klasse 8-10), den Betriebsleitern und Aufsichträten ihren Lohn aus. Die Freude war groß über das selbstverdiente Geld, das nun in der Stadt nach Herzenlust für Pizza, neue Frisuren oder ein ökologisch einwandfreies Duschgel ausgegeben werden konnte. Auch die Lohnsteuer, die bezahlt werden musste, konnte diese Freude nicht trüben.

Am Samstag präsentierten Schüler und Lehrer dem breiten Publikum voller Stolz ihre Stadt. Das frisch gewählte Bürgermeisterteam mit Luisa Lohse (10c) und Maximilian Ramm (9e) begrüßte die Besucher mit einer kleinen Ansprache.

Unsere VIP-Gäste, die Viertklässlern der umliegenden Grundschulen, wurden von Mitarbeitern der Messehalle in Empfang genommen und bekamen die WBS-Shopping-Bag mit dem Schulmaskotchen Wolfgang B. Eichhorn geschenkt. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, sich von unseren ausgebildeten Stadtführern die Höhepunkte Wolborgias zeigen zu lassen. Eltern, die sich über unsere Schule informieren wollten, fanden in der Messehalle verschiedene Stände, die über die Arbeit an der WBS informierten. Besonderes Interesse erweckte hier der Elterntisch, an dem sich interessierte Eltern mit Eltern unserer Schule austauschen konnten.

Als dann nach 15 Uhr nur noch die Möbelpacker und die Müllabfuhr ihren Dienst in Wolborgia taten, war allen klar, dass diese Stadt ein echtes Erfolgsmodell war.

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